Zum Nachdenken...
„Deus Vult“, lateinisch für „Gott will es“, steht in großen Buchstaben auf dem Ober-arm von Pete Hegseth, dem Kriegsminister (offiziell, nicht etwa Verteidigungsminister“) der USA. Es ist nur eines von vielen seiner Tattoos: Da gibt es unter anderem ein Schwert, ein von Amok-Schützen bevorzugtes Sturmgewehr und ein Jerusalem-Kreuz, einst ein Symbol der Kreuzritter. Auch der Ausspruch „Deus Vult“ war ein Schlachtruf der Kreuzritter. Auch שֵעו עֵֵֵּי , die hebräische Bezeichnung für „Jesus“, ist auf Pete Hegseths Körper zu lesen.
Dieser Jesus allerdings betont: „Glückselig sind die, die Frieden stiften. Denn sie wer-den Kinder Gottes heißen.“ (Matthäus 59) Mir fehlt das Verständnis für das Paktieren und Klüngeln mit Russland, für wahllose Gebietsansprüche und Umbenennungen – und für Kriegstreiberei. Der eigentlich militärisch unterlegene Iran hat mit der Blocka-de der Straße von Hormus eine Waffe bekommen, die manche Rakete machtlos er-scheinen lässt. Nicht nur unter diesem Aspekt wird Jesu Ausspruch verständlich.
Weil Kriege von Menschen entfacht und geführt werden, mag ich in diesem Zusammenhang auch die Frage nicht hören: „Wo ist er denn nun, dein Gott?“ Denn dieser setzt auf uns! Der Monatsspruch für November macht das deutlich: „Der Herr wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg.“ (Jesaja 2, 4)
Das wird Gott eines Tages tun … und unsere Aufgabe ist es, Teile davon jetzt schon zu verwirklichen! Das fängt in der Nachbarschaft und im Miteinander im Dorf an … und endet dort, wo mir die Nachrichten im Moment Angst machen. Weder Kreuzzüge noch militärische Spezialoperationen noch die Androhung der Vernichtung ganzer Länder sind unser Auftrag. Unser Auftrag ist es, Frieden zu schaffen – im Kleinen wie im Großen. Dazu nämlich können wir tatsächlich sagen: „Deus Vult!“ Und das müssen wir nicht etwa auf der Haut tragen, sondern zeigen es in dem, was wir sagen und tun!
Ihr
Daniel Lischewski

